Rückmeldung
Gerne will ich Dir mein persönliches Erlebnis
schildern als Rückmeldung zum LM Seminar.
Mein älterer Sohn, Frederik, ist Drechsler und hat sich vor kurzem
selbständig gemacht. Er will für uns ein neues Schlafzimmer
anfertigen, quasi als Vorzeigemodell. Den Auftrag gaben wir ihm im August.
Im September vereinbarten wir mit ihm den Liefertermin: zum St. Nikolaustag,
anfangs Dezember. Anfangs November teilten wir ihm mit, dass wir den Maler
bestellt hätten und dass bei uns die Vorbereitungen getroffen werden.
Am Telefon merkten wir, dass er nicht gerade begeistert war von unserer
Aktion. Er habe noch „anderes“ zu tun im Moment und überhaupt,
von ihm aus könne es auch Weihnacht werden – ja und der nächste
Frühling komme bestimmt. Er wolle mal sehen.
Für meinen Mann und mich gab es im Moment keine Worte. Wir waren
irritiert und wussten nicht so recht, ob er uns testen wollte mit seinen
„Sprüchen“. Wir hofften, dass es doch noch möglich
werde. Der Maler ist gekommen, die Vorbereitungen waren getroffen.
Am Sonntag, 19. November war ich am LM Seminar weg von zu Hause. Mein
Mann befand sich auf einer Wanderung und bekam unterwegs einen Anruf von
Frederik. Er könne unsere Möbel unmöglich zur vereinbarten
Zeit liefern, er habe schlicht keine Zeit, müsse eine Treppe montieren
und hätte sonst noch viele Aufträge zu erledigen. Er teilte
mit, dass er uns mit seiner Familie besuchen komme (vier Kinder) und dass
er dann die St. Niklaussäckchen vom letzten Jahr mitbringen würde
(zwecks wieder auffüllen). Die Säckchen warten seit einem Jahr
auf die Rücksendung!
Mein Mann war höchst niedergeschlagen als er mir das Ganze nach meiner
Rückkehr vom LM Seminar erzählte. Seine Enttäuschung war
echt und auch Wut war dabei. „Die Säcklchen werden sicher nicht
gefüllt, wenn er es nicht fertig bringt, diese vorher zurück
zu schicken“. Der ganze Frust von früheren Vorkommnissen im
Zusammenhang mit unserem Sohn kam hoch. So oft fühlten wir uns übergangen
oder nicht respektiert. Er hat einfach seine Wünsche mitgeteilt und
wir haben uns immer arrangiert. „Wir sind ja flexibel!“
Was nun bei mir geschah: ich lies das alte Zeug gar nicht erst hochkommen,
löste die aufkommenden Gedanken einfach auf mit dem wunderbaren „Codewort“
vom LM Seminar: LOESEN!
Ich konnte herrlich schlafen. Am nächsten Tag rief ich Frederik an,
um die Details seines Besuches zu besprechen. Ein aufgestellter Sohnemann
war am Telefon. Er sei gerade auf der Baustelle, er nehme sich Zeit für
meinen Anruf (!). Er werde als nächstes unsern Auftrag in Angriff
nehmen. Das Haus in welches er die Treppe einbauen sollte sei viel zu
feucht, das Risiko zu gross. Er habe es dem Bauherrn plausibel gemacht,
er müsse sich gedulden etc. Ja, und die St. Niklaussäckchen
seien bereits auf der Post!
Mein Mann sass neben mir und verstand die Welt nicht mehr. Er konnte es
nicht glauben. Am Abend rief uns Frederik wegen kleineren Details zum
Schlafzimmer an. Er führte mich sogar ins Internet um einen Katalog
zu finden für Beschläge und ähnliches, damit er die Bestellung
postwendend machen konnte. Ja, und seither „läuft alles wie
am Schnürchen“. Wir haben einen herzlichen Umgangston gefunden
und jedes Mal ist es eine Freude wenn uns Frederik anruft. Alles
kommt gut!
Nachwort: ich habe diese Geschichte einer Nichte erzählt. Wir haben
etwa „die gleiche Wellenlänge“ wie man so schön
sagt. Sie fragte mich, was es denn sei, dass solche Dinge passieren. Meine
Antwort: mit unsern negativen Gedanken der Anschuldigung nähren oder
stärken wir das „Feindbild“ anstatt es mit guten Gedanken
zu füllen so dass es sich zur vollen Blüte der Harmonie entfalten
kann. So einfach ist das und braucht fast keine Anstrengung – nur
ein Umdenken! Ist das nicht wunderbar?! Seither hat sich auch meine Beziehung
mit meiner Mutter „verwandelt“!